Queer und selbstbewusst – nicht nur im Pride Month

Es ist Juni , wir sind in Berlin – da bräuchten wir einen Blog-Post zum Pride Month, fanden meine Kolleginnen. Pride Month? Musste ich erst mal googeln. Ich fand heraus: Der Juni ist der Monat queeren Selbstbewusstseins. Oh, da bin ich spät dran mit meinem Blogpost! Dabei finde ich queeres Selbstbewusstsein natürlich super. Nur feiere ich es auf der CSD-Parade, und die ist in Berlin erst im Juli…

Die Geschichte von Pride Month und Christopher Street Day

Irgendwie ist der Begriff „Pride Month“ bisher nicht so richtig in Deutschland angekommen. Er erinnert an den Mut – die Courage – der Gäste einer queeren Bar in New York. Am 28. Juni 1969 protestierten sie gegen eine Polizei-Razzia und begannen damit einen leidenschaftlichen Kampf für Gleichberechtigung – laut, wütend und stolz. Stolz darauf, so zu sein, wie sie waren.

Auch in Deutschland erinnert die LGBTIQ*-Community an die Ereignisse in jener Bar, dem Stonewall’s Inn in der Christopher Street. Über 60 Paraden gibt es diesen Sommer zum Christopher Street Day. Nur mit dem Monat nehmen es die Deutschen nicht so genau, obwohl sie doch sonst für ihre Pünktlichkeit bekannt sind. In Berlin findet der CSD am 23. Juli statt, in vielen Städten noch später. In Herleshausen lässt man sich bis November Zeit.

Sprache und Emanzipation

Ob wir es im Pride Month, im Juli oder erst im November feiern – zu queerem Selbstbewusstsein gehört eine selbstbewusste Sprache. In den 1970er Jahren nannten sich manche schwule Aktivistenpervers“. Das war nicht einfach Ironie, sondern Arbeit an der Sprache. Aus einem Stigma sollte ein provokantes Statement gegen die konservative Sexualmoral der Mehrheitsgesellschaft werden. Trotzdem blieb das Wort negativ konnotiert.

Anders das Wort „schwul“, das männliche Homosexualität beschreibt. Es kommt von „schwül“. Schwül, also warm und feucht, war es früher in den verbotenen Bars, in denen Schwule sich heimlich trafen. Vielleicht wurden mit „schwül“ auch die Beziehungen der „warmen Brüder“, also homosexueller Männer, zu ihren Geliebten metaphorisch charakterisiert, weil sie das Gegenteil von kalt und gleichgültig waren.

Lange wurde „schwul“ nur in der Umgangssprache benutzt, oft abwertend. Heute hat es auch in der Standardsprache seinen Platz. Und in der Jugendsprache – dort aber als Attribut für Peinliches oder Unattraktives. Ist das nun ein kreatives Spiel mit Bedeutungen oder einfach Homophobie?

Vielfalt, die inspiriert

Eine Alternative zu „schwul“ ist inzwischen der Anglizismus „gay“. Sein Vorteil: Er ist inklusiver, weil er auch lesbische Liebe beschreibt. Überhaupt: Die LGBTIQ*-Szene ist so vielfältig, dass es manchmal eine Herausforderung ist, die richtigen Worte zu finden. Es geht schließlich nicht nur um sexuelle Orientierungen wie lesbisch, schwul und bisexuell, sondern auch um Geschlechtsidentitäten wie trans, inter oder nonbinär.

Wie inspirierend diese Vielfalt sein kann, zeigt der Film „Desire will set you free“ (2015) von Yoni Leyser. Er stilisiert Berlin zu einer Art queerem El Dorado  – und macht klar: Unter dem Regenbogen, dem farbenfrohen Symbol der LGBTIQ*-Community, ist Platz für viele. Nicht nur im Pride Month.

 

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Ist Denglisch cringe?

Believe it or not, zum Jugendwort des Jahres 2021 wurde cringe gevotet. Stranger Move von der Jury, oder? Ich meine, sorry, aber cringe ist doch kein deutsches Wort. Crazy shit: Anglizismen crashen unser good old German!

Sprachpuristen fühlen sich ziemlich lost inmitten all der englischen Wörter, die Einzug in unseren Alltag gehalten haben. Dabei ist der Einfluss des Englischen keineswegs neu: Der Begriff Denglisch ist bereits seit 1965 in Umlauf. Was weder “reines” Deutsch noch “reines” Englisch ist, wird (meist abwertend) als “Denglisch” bezeichnet.

Sprachpurismus

Das Ideal sprachlicher “Reinheit” geht auf das 17. Jahrhundert zurück – genau wie das Wort “Reinheit”, für das man zuvor den lateinischen Begriff „puritas“ benutzte. 1619 gründete sich den “Fruchtbringende Gesellschaft”, die Deutsch als Sprache des Volkes stärken und von Fremdwörtern befreien wollte. Damals waren es nicht englische, sondern lateinische und französische Einflüsse, welche die Sprachpuristen in Rage – nein: in “Wut” – brachten. Ihnen hielten sie deutsche Äquivalente – Verzeihung, ich meine natürlich: “Entsprechungen” – entgegen, von denen sich manche bis heute behauptet haben, zum Beispiel der “Augenblick” für “Moment”.

Die Fruchtbringende Gesellschaft fand zahlreiche Nachfolger – etwa die 1815 gegründete Berlinische Gesellschaft für deutsche Sprache, die vor allem den Gallizismen, also dem Französischen entlehnten Wörtern, den Kampf angesagt hatte. Friedrich II hatte zu Hofe noch stets auf Französisch Konversation getrieben und betrachtete Deutsch als “barbarischen Jargon, gerade noch geeignet, um mit seinen Pferden zu sprechen”. Für die deutschen Nationalisten des 19. Jahrhunderts war Französisch die Sprache des Feindes. Nachdem Napoleon das Heilige Römische Reich Deutscher Nation zerschlagen hatte, sollte zumindest auf sprachlicher Ebene etwas wie eine deutsche Nation wiederauferstehen – ohne den Ballast des verhassten Nachbarlandes.

Fremdwörter als Bedrohung?

Als die Nation 1871 dann obrigkeitsstaatliche Wirklichkeit wurde, verschwand der Sprachpurismus jedoch keineswegs. 1885 gründete sich der Allgemeine Deutsche Sprachverein, der gegen Fremdwörter kämpfte. Unter den Nationalsozialisten verstand er sich gar als “SA unserer Muttersprache”, wie es in der Vereinszeitschrift hieß. Fremdwörter gehörten aber zur nationalsozialistischen Propaganda dazu, schließlich klangen sie imposant. Die Begeisterung des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins für das NS-Regime stieß daher keineswegs auf Gegenliebe.

Heute ist es der Verein Deutsche Sprache, der sich um “Sprachpflege” bemüht – was konkret heißt, dass er Anglizismen bekämpft. Er hat einen gewaltigen Anglizismen-Index erstellt, in dem auch deutsche Alternativen zu der auf der Homepage, nein: der Netzseite des Vereins beklagten “Unzahl unnötiger und unschöner englischer Ausdrücke” geführt werden.

Anglizismen als Bereicherung?

Ob englische Wörter im Deutschen wirklich unnötig und unschön sind, darüber lässt sich natürlich streiten. Die Initiative “Anglizismus des Jahres” ehrt jedes Jahr einen neuen Anglizismus. Welche Anglizismen sich wann etablieren, so die Überzeugung der Jury, verrät einiges darüber, was Politik und Gesellschaft beschäftigt – der Anglizismus des Jahres 2021 ist boostern, nachdem es 2020 das Wort “Lockdown” war.

Sind Anglizismen also keine Gefahr, sondern eine Bereicherung für die deutsche Sprache? Klar ist: Aus unserem Alltag sind sie nicht mehr wegzudenken. Eine gute Nachricht für alle, die Deutsch lernen – denn viele Anglizismen haben sich längst auch in anderen Sprachen etabliert.

Und im internationalen Berlin gilt sowieso: Englische Wörter sind nicht cringe, sondern fancy!

Not sure whether sprinkling your German with English words is clever or cringe in a certain situation? Or would you just like to improve your German? Either way, All on Board can help! Get in touch to find out more about courses www.allonboard.de   

 

Kiezpatriotismus und ein Wegbier vom Späti

Neuer Wortschatz für Zugezogene

Die Metropole Berlin ist bevölkert von Smalltown Boys und Smalltown Girls. Die Urberliner, die schon immer hier wohnen, nennen sie die Zugezogenen. Auch so ein Wort, das man als Zugezogener erst einmal lernen muss. Als wäre es nicht schon schwierig genug, wenn man neu in der Stadt ist…

Es beginnt schon, wenn man ein Brötchen kaufen will – pardon, eine Schrippe! Oder gar einen dieser speziellen Donuts, die überall in Deutschland Berliner heißen – außer in Berlin, wo man sie Pfannkuchen nennt.

Spezifisch berlinerisch ist auch der Späti – oder etwas formeller: Spätkauf. Kleine Geschäfte, in denen man Getränke, Snacks und Zigaretten kaufen kann, heißen in anderen Regionen Bude oder Kiosk. Dass man sie in Berlin Späti nennt, liegt wohl daran, dass sie hier auch nach 22 Uhr noch geöffnet haben. Wer will, kann bekommt im Späti auch mitten in der Nacht noch ein Wegbier.

 

 

Berlin und seine Kieze

Und dann gibt es da noch das Wort Kiez, ein umgangssprachliches Synonym für Stadtteil oder Viertel. Während das Wort Bezirk eine städtische Verwaltungseinheit beschreibt, hat Kiez etwas mit Heimat zu tun. Wenn ich Bezirk höre, denke ich ans Bürgeramt. Wenn ich Kiez höre, denke ich an den Späti in meinem Haus. Oder an den Dönerimbiss gegenüber. Oder an die Eckkneipe nebenan, eine dieser etwas versifften, verrauchten Bars, wo die Urberliner vor ihrem Bier sitzen und ab und zu ein paar Hipster vorbeikommen, weil sich das so schön authentisch anfühlt. In meinem Bezirk bin ich gemeldet – in meinem Kiez bin ich zu Hause.

Ob Urberliner oder Zugezogene – viele Menschen, die in Berlin wohnen, feiern ihre Kieze: So groß die Metropole, so vertraut der eigene Kiez. Die Geschichte der einzelnen Kieze begünstigt die Identifikation mit ihnen. Manche waren früher eigene Städte wie Charlottenburg oder Spandau, andere haben bestimmte Gruppen besonders angezogen – so hat sich etwa Schöneberg schon in den 1920er Jahren als Zentrum der europäischen LGBTI-Szene etabliert, in Kreuzberg fanden die ersten Arbeitsmigranten aus der Türkei ein (damals nicht sehr komfortables, aber auch nicht sehr teures) Zuhause.

Kiezpatriotismus

Viele Kieze haben neben einem offiziellen auch einen inoffiziellen Namen: Aus Kreuzberg wird X-Berg, aus Prenzlauer Berg Prenzelberg, aus Friedrichshain F-Hain. Ein Freund aus Moabit hat einen Sticker am Kühlschrank kleben: „Moabit ist beste!“ Ziemlich cool.

Der coolste Kiez ist aber natürlich immer der eigene. All on Board liegt im Wedding und ich habe das Glück, in der Nachbarschaft zu wohnen. Der Wedding hat ein eigenes Prime Time Theater, in dem Berliner Lokalpatriotismus im Comedy-Format zelebriert wird. Auch literarisch hat der coolste Kiez Berlins eine Menge zu bieten – zum Beispiel die „Brauseboys“, die in satirischen Texten vom Alltag im Wedding erzählen. Zuhören kann man ihnen donnerstags in der Kulturfabrik bei einer der vielen Berliner Lesebühnen.

Bevor ich es mit dem Lokalpatriotismus übertreibe, mache ich Schluss für heute und gehe nach Hause. Soll ich mir vorher vielleicht noch ein Wegbier beim Späti holen?

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Frohe Weihnachten!

„Großer Gott, wir loben dich“ – dies war eines der Lieder, mit denen sich Angela Merkel mit militärischem Zeremoniell aus dem Amt als Bundeskanzlerin verabschieden ließ. Man könnte nun darüber diskutieren, ob man einen Choral einer Militärkapelle überantworten sollte. Oder darüber, ob ein religiöses Lied in einem mehr oder weniger säkularen Staat überhaupt das Richtige für die Verabschiedung einer Regierungschefin ist. Das könnten ziemlich kontroverse Diskussionen werden…

Christliche Konfessionen in Deutschland

Dabei hat Angela Merkel das Lied „Großer Gott, wir loben dich“ sicherlich nicht ausgesucht, um zu spalten, sondern um zu verbinden. „Großer Gott, wir loben dich“ ist nämlich, wie die Journalistin Anja Maier in der Wochenzeitung DIE ZEIT bemerkt, ein „ökumenischer Gassenhauer für alle Lebenslagen“ – ein Lied also, dass sowohl bei Katholiken als auch bei Protestanten beliebt ist. Ursprünglich wurde es nur in der katholischen Kirche gesungen, im 19. Jahrhundert übernahmen es auch protestantische Gemeinden.

Obwohl Religion im Alltag vieler Menschen in Deutschland keine wichtige Rolle spielt, sind die Unterschiede zwischen den beiden großen Konfessionen bis heute bemerkbar. Zum Beispiel gibt es katholische und evangelische Schulen und Kindergärten, und auch an öffentlichen Schulen findet der Religionsunterricht in manchen Bundesländern nach Konfessionen getrennt statt.

Katholische und evangelische Weihnachtstraditionen

Jetzt, in der Weihnachtszeit, vermischen sich katholische und evangelische Traditionen. Der Nikolaus zum Beispiel kommt auch zu evangelischen Kindern – obwohl Martin Luther vom Kult um Heilige gar nichts hielt. Den Nikolaus wollte er durch das „Christkind“ ersetzen, das am Heiligabend die Geschenke brachte. Heute teilt sich das Christkind diese Aufgabe mit dem Weihnachtsmann – in evangelisch ebenso wie in katholisch geprägten Regionen.

Auch viele Weihnachtslieder sind an keine Konfession gebunden. Manche aber sind es doch. Zum Beispiel „Heiligste Nacht“. Dieses Lied wünschte sich meine evangelisch getaufte Großmutter immer zu Weihnachten – allerdings nicht für sich selbst, sondern für meine katholischen Großeltern, die Heiligabend bei ihr zu Gast waren. „Heiligste Nacht“ hat es irgendwie nie in evangelische Messen geschafft – auf den Weihnachtsfeiern unserer Familie durfte es dagegen nicht fehlen, denn die katholischen Gäste sollten sich willkommen fühlen. Heute wirkt eine solche Geste antiquiert, und vielleicht war sie es auch damals schon. Für die Generation meiner Großeltern jedoch waren Konfessionen keinesfalls eine Banalität – und so war auch die Sache mit dem katholischen Weihnachtslied nicht banal.

Freche Parodien

Genug des Pathos – Weihnachtslieder laden schließlich nicht nur zu Betrachtungen über die im Glauben oder eben auch nur im Gesang vereinte Christenheit ein, sondern auch zu frechen Parodien. Da wäre zum Beispiel der Klassiker „Oh Tannenbaum“, in dem es eigentlich um die Schönheit eines Tannenbaums geht. Alternativ singt man aber auch gern: „Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, / Die Oma liegt im Kofferraum. / Der Opa macht den Deckel zu, / Nun hat er endlich seine Ruh‘.“

Mein Opa hatte Weihnachten keine Ruh‘, denn spätestens nach dem zweiten Likör sang meine Oma eine Parodie des eigentlich sehr feierlichen Weihnachtsliedes „Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen“. „Am Weihnachtsbaume, da hängt ‘ne Pflaume, / Wer hat die Pflaume drangehängt? / Das war mein Bruder, das dumme Luder, / Der hat die Pflaume drangehängt.“ So sang meine katholische Großmutter. Und ob katholisch, evangelisch oder atheistisch – wir alle hatten unseren Spaß daran.

Wie auch immer ihr die Weihnachtstage verbringt – wir wünschen euch eine erholsame Zeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Good life Good life

good life smash the german job interview

‘Let me take you to a place I know you want to go
It’s a good life’ 

Everyone in Berlin wants the same damn thing. Enough money to live on, a decent place to live, and good weather. Right?

Well good weather’s out of the question, and I can’t help you get a place to live, so the only thing left is money. And the big question is: how can I get enough money to live in this ‘poor but sexy’ city?

OK. I’ve read the reports. Berlin’s no longer poor but sexy. But it still has its charms don’t you think? I mean Berlin is the only capital city in Europe, the only one, that drags its national economy down. Wow!

Oh wait … that’s bad, isn’t it.

But back to getting money. In Berlin. And the Good Life. Whether you want to work freelance or angestellte, full or part-time, you need to meet people, greet people and network like crazy – and you need to convince people that you’re the person they need to hire.

So back by popular demand is our FREE Smashing the German Job Interview workshop!

Woop! Woop! On the right you can read a few comments from the last workshop in January.

“Great event! 😊”

“I really enjoyed your event and really thank you for the opportunity to attend”

“Thanks – it was so useful!”

What can I expect from this workshop?

We’ll greet you when you arrive and show you to a classroom. The teacher will take you through some activities where you’ll learn useful vocabulary to help you smash your next German job interview. And you’ll get extra tips along the way.

Oh, and they’ll be coffee and snakes. Sorry I mean snacks

What will I get out of the workshop?

As well as some super-useful vocabulary and the coffee and snakes snacks, the workshop will give you confidence in using German in a job interview situation because you will practice this vocabulary yourself – and you’ll also meet other people in the same boat!

When and where is it?

The workshop is on Saturday May 18 from 1pm to 2pm at All on Board language school.

You’ll find us at Seestr. 27, in Wedding. The nearest U-Bahn is Seestraße – on the U6. 

How can I enrol for the workshop?

Simply send an email to info@allonboard.de and we’ll put you on the list. But please let us know asap so we can guarantee you a place. Don’t leave it too late!

Well that’s all from us. We hope to see you on Saturday May 18th – perhaps we can provide you with that first step towards a Good Life!

(And maybe even some good weather … )

Cao!

 

Where can I find a Learn-German pill?

where can I find a learn german pill - all on board

How should I learn German? Once a week, twice a week, or intensively?

For German learners the problem is not just what to learn, but when and how.

I mean, every learner needs grammar, new words, and lots of conversation and listening.

That’s not the problem!


The real problems are often:

Practicalities. When will I learn? 
Particulars. Who will teach me and how?
Passion. How to keep learning and not give up!

That’s why if you’re like me – easily distracted and often stressed! – then intensive courses are the way to go. By intensive I mean every day for a while, like a few weeks or a month.

And why is this more effective? Well, instead of half a year of going to a classroom every week – it’s all over in a month! You get more bang for your buck because you learn more, remember more, and you integrate more of what you learn into your daily life.


But here’s the snag. Teaching an intensive course is an art. You’re in the same classroom every day – so the teacher needs to be alert to the personalities in the room, provide variety in the lessons, and find new ways to repeat important information. And that’s not easy!

Setting up games, role plays, pair work, and maintaining ‘the energy in the room’ takes a skilled, experienced teacher. Not only that, but intensive courses require learners to bring something to the class, to talk about themselves, and play an active part in their own learning.

Does that sound like something you want?


If so, and you want to take a Learn-German pill with us then email info@allonboard.de or call us on 030/3983 3993.

We have an A1 German intensive course starting on April 1st for four hours every morning, Monday to Thursday. (You get Friday off …😊)

For other levels contact us for details.


While you’re here check out our other blog posts such as Smash the German Job Interview and check out our website.

Good luck with learning German and I hope we speak soon. 

Tschüss! 

5 questions to ask your German teacher

5 questions to ask your German teacher

Pens and notebooks out …

coursebooks open …

turn to page 5 …

and grammar.

☹ ☹ ☹


Sound familiar? Well, it doesn’t have to be like this. In fact it shouldn’t be this. I’ll explain why with a short history lesson.

Are you sitting quietly?

Then I’ll begin.


Language learning in the English-speaking world grew out of the study of ancient Latin and Greek.

This meant grammar, conjugating verbs, and translating texts. An approach called the Grammar-Translation method.

Because who needs to speak Latin right?


That changed with something called the Direct Method around the end of the 19th century. Here learners worked with real-life speech. People thought that immersing the learner in the ‘target language’ would lead to proficiency over time.

Obviously, you can see problems here. A ‘sink or swim’ environment of new speech doesn’t automatically lead to learning a language. It can also lead to frustration – as any language learner will know!

5 questions to ask your German teacherOne method to address this was the Audiolingual or Army method, named the U.S. Army’s need for a ‘scientific’ way to learn languages during the Cold War, as mere exposure to Russian was not enough to create a new generation of spies.

 

This approach aimed at developing good habits through repetition or ‘drilling’ of the target language, with mistakes corrected by a sergeant major… I mean a teacher! 

Older readers may remember ‘language labs’ where learners would play tapes and learn a language via headphones. These come directly from the Army method.

But does this look like fun to you?

5 questions to ask your German teacher

Here the problem is: How can you learn to communicate with other people in a new language – by listening to tapes inside a plywood box!


We needed the communicative approach to kickstart language learning. An approach that believed languages are best learned by using the target language in (semi-)realistic situations.

Here the emphasis is on developing communication skills through interaction. That’s why today’s classrooms involve working in pairs or groups, and role plays. 


5 questions to ask your German teacher

But hold on. You’re thinking ‘That’s English – what does this have to do with learning German?’

Well for a while scholars have been developing something called Second Language Acquisition theory or SLA for short.

SLA involves theories for learning all languages not just English. One strand of research is the work of US linguist Stephen Krashen, who came up with several hypotheses. Here’s three and why they’re important for you as a German language learner:

1. Natural Order. There’s a natural order to learning languages which you can’t fast-forward. That means, leider, that you’ll still be making mistakes with Der/ Die/ Das for years to come!

Why is this important? Well, it means the order of grammar points you find in coursebooks is, well, almost meaningless.

Second, it means there’s little point in teachers correcting every tiny mistake a learner makes because a) in the ‘natural order’  of learning a language mistakes are inevitable and b) it can demotivate learners. Which brings me to  …

2. The Affective Filter.  One thing that prevents people learning languages is a mental ‘filter’ which comes up when they feel stressed or anxious. This means it’s really important for learners to have a nurturing environment in the classoom – and not be punished or made to feel stupid! 

3. Comprehensible Input. To learn effectively learners need ‘input’, speech and texts in the target language that is one step above what they know now.

They don’t need to know all the words, just most of them; the words they don’t know they can  guess. It follows from this that teachers should ‘grade’ their language and speak to learners at their level.

It also means that private reading and listening may be one of the best ways to learn!


You can read more about these theories here. But here are the five questions we think you should ask your German teacher, or language school, before you take a class.

1. Do you have a language learning theory behind your approach or teaching?

2. Which teaching methods do you use?

3. What is the content for your course?

4. Can I help decide on the course content ?

5. What are some of the learning activities we will do in class?


That’s all from us. I hope this post helps you choose a teacher or school.

If you want to learn German call 030/3983 3993 or email info@allonboard.de 

While you’re here check out other blog posts and our website.

Apart from that, stay warm and …

Tschüss!

Survive your first German job … and even make fire!

survive your first German job and even make fire

Despite the cold, last Saturday we had a full house at our Smashing the German Job Interview workshop.

And speaking to people there, we discovered that you want more workshops like this: short, focused, and practical. Events that help you negotiate your first steps at work. Workshops that help with that important process of zu der Firma passen or ‘fitting in’.

smashing the german job interview at all on board

So we’ll run ‘Smashing’ again, but have a new idea: Survive your first German job … and even make fire!

This workshop would be longer and include: introductions, formal/ informal phrases for emailing, telephoning phrases, talking in meetings, and small talk strategies.

We think these are useful things to know when you get, and start, your first German job.

But first we need your help. And suggestions!


We want to know a few things. If you could take just five seconds to answer three short questions we’d be very grateful.

powered by Typeform

 

Let us know your thoughts so All on Board can help you survive your first German job … and even make fire!

In the meantime, stay warm.

And tschüss!

BREAKING: The German sense of humour

If life funny in German

Is this the shortest blog post in history? No, it’s not.  There ARE funny Germans believe me.

Let me prove it. You’ve walked around the city, yes? Walk around Mitte and you’ll bump into Tucholskystraße, next to the gorgeous Neue Synagoge  on Oranienburger Straße.

And you’ve perhaps wondered about the name … pronounced too-KHOL-skee. (I know it’s a bit of a tongue-twister …)

Well, Tucholskystraße is named after the Jewish-German writer Kurt Tucholsky. He wrote during the Weimar Republic of the 20s – that heady cocktail of political intrigue and social experiments – watch Babylon Berlin if you don’t believe me! 

Famous for his short, satirical pieces, Tucholsky opposed the rising tide of nationalism and captivated Berliners with his sharp wit:

Die menschliche Dummheit ist international.
Human stupidity is international.

Considering the way things are going, I think he had a point …

Talking about humour in German

So Germans are funny. But do they like jokes? Yes of course! 

One perennial topic is Beamten. You know: inefficient bureaucrats. Those officials that work in the Rathaus (town hall) and other state beehives shuffling bits of paper, having meetings, and filing reports.

Drei in einem Büro und einer arbeitet? Zwei Beamte und ein Ventilator!                             

Three in the office, and one working? Two state officials and a fan!

Did you laugh? Thought you would. To get your German chuckle-muscle moving, here are some words to help you talk about jokes.

starker Humor = good sense of humour
lachen = to laugh
trockener Humor = dry humour
Witze erzählen = to tell jokes
witzig/ lustig = witty/ funny                                    gemein = mean
stumpf = blunt
harmlos = harmless

Now watch this video from Easy German. See if you can pick out all the words. And watch the reactions of Germans to jokes about Germany!

Life in Berlin

Funny, yes? Though not all the jokes were equally appreciated …

So the next time you get annoyed with life in Berlin. whether you’re dealing with a stern-faced shopkeeper or Beamter, shrug it off with a smile and a Witze—because life can be funny in Germany, and Germans can be funny too. There’s even a comedy club in Berlin to prove it!

Finally, what did Kurt Tucholsky say about Berliners?

‘A Berliner isn’t really diligent, just constantly agitated. He has completely forgotten, unfortunately, why we’re here on this earth. Even in heaven—assuming a Berliner could make it to heaven—he would “have things to do” at four.’

In between your things to do I hope you enjoyed this post on German humour. Find us on Twitter, FB or Pinterest. Check out our other blog posts.

And stay warm in the winter chill.

Tschüss!

 

Three sides of Wedding

Three places to visit in Berlin Wedding

Our blog posts on movement and job interviews helped you with your German language skills. This post will help you discover the up-and-coming Berlin district of Wedding.

Because there’s more to life than learning, or struggling to learn German. American writer Mark Twain struggled to learn German himself, saying that some of its words look more like ‘alphabetical processions’.

Such as Unabhängigkeitserklärung = declaration of independence.

Try saying that!


So to begin. When you live in Berlin, you don’t just ‘live in Berlin’. Your home is your Kiez (pronunouced ‘Keets’). Your Kiez is the neighborhood where you eat, shop, meet up with friends. The place that’s hard to leave because it’s where your heart is! Ich wohne in Wedding, am Brüsselerkiez. Wo ist dein Kiez?

So if you live in Wedding, or want to visit, here are three places to check out whether you’re a sport billy, a history buff, or a lazybones like me who likes hanging about in cafes … 

Noch ein Cappuccino, bitte!

1.  Sport   

Although it maybe be cloudy and cold outside, winter is the perfect time to hit the ice rink! And at Müllerstraße 185 in Wedding you’ll find the Erika-Heß-Ice Pavilion. 

There you can skate and glide like an Olympic champion, or hold onto your friends for grim death! You can rent skates there and if it gets  cold outdoors there’s a smaller rink inside as well. Info here

After all that moving you’ll want to relax, perhaps learn some …


2. History

Berliner Unterwelten takes you under Berlin. If you like air-raid shelters, bunkers, and railway tunnels, then book a tour.

The tours they offer include Under the Berlin Wall, Exploring Dark Worlds, and From Flak Towers to Mountains of Debris and they can also guide you in different languages.

The themes are sometimes dark – that’s the attraction of Berlin, right? – but you get to experience the city at a different level in an emotional and humorous way.

Thirsty?


3. Coffee

After all that sport and history you’ll be ready for a coffee. As in every Berlin Kiez you’re spoilt for choice but try Göttlich on Tegeler Str. 23 in Sprengelkiez. (Göttlich literally means ‘divine’.)

This cafe has everything you need: good cakes, great coffee, but most of all einer gemütlichen Atmosphäre.

(One German must-know word is gemütlich = cosy. Think christmas markets, kittens and … err … christmas and you’ve got the meaning.)


So that’s your three sides to the Berlin district of Wedding.  Check these places out and tell us what you found!

And don’t forget to join us in Wedding at Seestraße 27 at All on Board language school for Smashing the German Job Interview on Saturday 26 Jan from 1:00-2:00 pm. Sign up  by the 22nd Jan by emailing us at info@allonboard.de

In the meantime – enjoy your Kiez!